Courage

Die U-Bahn-Station ist nur noch wenige Meter entfernt. Das schafft sie noch, wenn sie sich beeilt. Auf der anderen Straßenseite sieht Maike einige Schulkinder stehen. Wahrscheinlich warten sie auf den Bus. Kann sie die U-Bahn etwa schon aus den Tunneln hören? Jetzt wird sie völlig irre. „Gib das wieder her!“, hört sie von der anderen Seite. Eine Federtasche fliegt durch die Luft auf die Straße und Buntstifte breiten sich aus. Jetzt kann sie die U-Bahn definitiv hören. Jetzt oder nie.

Maike blickt nach links und rechts. Überquert die Straße und fragt den kleinen Jungen, der gerade schluchzend seine Stifte einräumt, ob alles in Ordnung ist. „Ja, danke.“, antwortet er mit Tränen in den Augen. „Wer war das?“ – „Keiner. Das ist mir gerade passiert.“ Während Maike dem kleinen Jungen hilft, hört sie von der Bushaltestelle schon das Kichern. „Nimm deine Stifte und komm mit. Ich erzähle den jungen Herren jetzt mal ein paar Takte. Und dann fahre ich im Bus mit. Ist eh meine Richtung.“ Der kleine Junge strahlt. Maike beschert ihm gerade offensichtlich eine friedliche Busfahrt. „Warum helfen Sie mir?“ – „Weil es manchmal so einfach ist.“

Lebt leuchtend, Lena.

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